Jean Liedloff, eine erfolgreiche Amerikanerin, trifft im Regenewald Venezuelas auf die Yequana Menschen und lebt mehr als zwei Jahre unter ihnen. Das Buch, das ich hier empfehle enthält viele interessante Einsichten; besonders über die Erfahrung des Getragenwerdens in der frühen Kindheit als Basis eines ausgeglichenen Lebens. Aber auch viele Themen des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens werden beleuchtet. Für den Tauschkreis habe ich folgende Passage ausgesucht:
Die Einstellung der Yequana zu GeschäftsbeziehungenEs geschah bei der Gelegenheit, bei der Anchu mich gefragt hatte, was ich im Austausch für ein Stück venezianischen Glasschmucks haben wolle. Ich sagte sofort, ich wolle Zuckerrohr…Am folgenden Tag fingen wir mit seiner Ehefrau zum Zuckerrohrfeld (bei den Yequana schneiden nur die Frauen Zuckerrohr), um den Handel zu vollziehen. Anchu und ich sassen auf einem Baumstamm neben dem Feld, während die Frau hineinging und mit vier Rohren wieder herauskam. Sie ließ sie auf die Erde fallen, und Anchu fragte mich, ob ich mehr wolle. Natürlich wollte ich mehr, ich wollte so viel, wie ich kriegen konnte, also sagte ich ja. Die Frau ging zurück und kam mit zwei weiteren Rohren wieder. Sie legte sie zu den anderen. „Mehr?“ fragte Anchu mich. Und wiederum sagte ich: “Ja, mehr!“ Aber dann dämmerte es mir. Wir feilschen nicht in der Jeder-für sich-Art, wie ich angenommen hatte. Anchu wollte von mir, dass ich auf kameradschaftliche und vertrauende Weise beurteilte, was ein fairer Tausch sei; und er war gewillt, sich mit meiner Bewertung abzufinden. Als ich meinen Fehler erkannte, war ich verlegen und rief hinter seiner Frau her “Nur eins!“ Also wurde das Geschäft um sieben Rohre abgeschlossen, ohne dass der Handel auf irgendeine Weise beinhaltet hätte, dass sich einer gegen den anderen stellte, noch dass irgendwelche Spannung in einem von uns aufkam (nachdem ich begriffen hatte).
…Diese Geschichte biete ich nur als ein Beispiel dessen, was als gangbarer Weg anerkannt werden kann…
Zitat. Seite 185
Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“, Beck’sche Reihe, ISBN: 978-3-406-45724-1 Preis: 10,20.-
Oder 10Tl/Monat bei Sabine Jakosch-Verein A*Stern, Nr. 414 Sabine Jakosch
Auf Grund akuten Zeitmangels wird auch Gerald Holl seine Funktion im Verein (Die Gestaltung der Marktzeitung) zurücklegen.
Wir suchen dringend einen Talentierten, der im Talenteteam mitarbeiten und die nächste Marktzeitung (und natürlich auch alle weiteren) gestalten möchte - EDV Kenntnisse vorausgesetzt. Erscheinungstermin der nächsten Zeitung ist der 15. November 2008.

Bewegung ist wieder in unseren Tauschkreis gekommen – nach einer eher inaktiven Winterphase erleben wir eine frühlingsmäßige Aufbruchstimmung und Freude am Erleben der eigenen Kreativität und der eigenen Talente.
Unsere Tauschidee weitet sich aus, wie es aussieht in den Süden Kärntens. Auf Initiative eine aktiven und ideenreichen Tauschfamilie hat sich letzten Samstag eine Gruppe von ca. 20 Personen im Pfarrheim Eberndorf getroffen. Es wurden schon künftige Tauschgeschäfte besprochen: Autoreparatur, Waldarbeit, Computerhilfe und alle waren mit Feuereifer und großem Interesse dabei.
Marina hatte eine Tasche voll Tierfiguren, Spielzeug aus Kindertagen, mitgebracht und diverse Omas, Opas und Tanten erfreuten sich an der großen Auswahl . Die Ostergeschenke für die Enkel und Taufkinder waren deshalb schnell eingetauscht und Marina denkt schon darüber nach, was sie das nächste Mal mitbringen wird - Das nächste Mal, d.h. es gibt bereits einen fixen Termin für einen Stammtisch in Eberndorf, im Jugendzentrum der Pfarre und dazu lade ich alle Tauscher aus ganz Kärnten herzlich ein: Samstag, 29.März 2008 um 10.00 Uhr Jugendzentrum der Pfarre Eberndorf.
Besuche bei Stammtischen in anderen Regionen sind immer ein Erlebnis, es gibt neue Kontakte und auch neue Tauschideen – so können wir uns gegenseitig unterstützen, motivieren, kennen lernen und miteinander Neues erleben.
Ich wünsche Euch allen ein „bewegtes“ Tauschjahr
Christa Zwitter
Zutaten: (für ca. 6-8 Portionen)1 kg Fisch (z. B. Lachs, Kabeljau,
Schellfisch oder auch Forelle)
700 g Fisch-Karkassen (Fischreste vom
Filetieren, oder Fischfond bekommt
man auch in Fischhandlungen)
2 Zitronen
3 Zwiebel
8-15 Knoblauchzehen, je nach Geschmack
2 Tomaten
125 g Obers
125 g Sauerrahm
1 Bd Petersilie
2 ELButter
1 Bd Suppengemüse
Weißer Pfeffer, Lorbeer, Safran, Thymian, Piment, Salz
Vorbereitung:Die Fisch-Reste mit 1,5 l Wasser (oder nur 1,5 l Fischfond), Suppengemüse (klein geschnitten), 2 Zwiebeln, Tomaten, Lorbeerblätter, Piment, Thymian und Salz zum Kochen bringen und ca. 25 Minuten köcheln lassen. Petersilie und Knoblauch fein hacken und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
Den Fisch (wenn nötig schuppen, entgräten usw.), klein zerteilen, pfeffern, salzen und in griffigem Mehl wälzen.
Zubereitung:Den Fischsud abseihen, mit Safran, Zitrone, gekochter Karotte und Sellerie kurz aufkochen und im Mixer mit Obers und Sauerrahm mixen. Den Fisch mit Zwiebeln und Knoblauch in Butter kurz braten, in die Suppe geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken und ca. 5 Minuten ziehen lassen.
Gutes Gelingen wünscht Wolf Dannehl