Bereits 31 Gemeinden koordiniert die Akademie der Dorf- und Stadtentwicklung Kärnten im Rahmen der Lokalen Agenda 21 Aktion Kärnten.
Kärnten ist das führende Bundesland Österreichs.
Schon 1992 wurde auf der Internationalen Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro die Lokale Agenda 21 (LA 21) als internationales Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert beschlossen. Konkreter Auftrag: Städte und Gemeinden sollen unter Einbeziehung ihrer Bürgerinnen und Bürger Maßnahmen zu erarbeiten und für ihre Umsetzung sorgen, um die Lebensqualität zu erhalten und weiter auszubauen. Mit diesem Instrument - der nachhaltigen Bewusstseinsbildung werden kleine Einheiten gestärkt und die Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv eingebunden. Nachhaltige Entwicklung und zukunftsweisende Strategien heissen, den Lebensraum zu stärken und seine Struktur zu wahren, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsfelder zu schaffen, die Nahversorgung auszubauen und die regionalen Wirtschafts-Kreisläufe zu stärken.
In Kärnten beauftragte der damalige LR Georg Wurmitzer die Akademie der Dorf- und Stadtentwicklung im Amt der Kärntner Landesregierung, die LA 21-Aktionen zu organisieren und zu koordinieren. Wissenschaftlich begleitet wird die LA 21-Aktion vom Österreichischen Institut für nachhaltige Entwicklung (ÖIN). Das Ziel ist es, aus Kärnten die nachhaltigste Region Europas zu machen, erklärte Wurmitzer. Für die Gemeinden die den Lokalen Agenda 21 Prozess durchführen und ein Leitbild erarbeiten, gibt es für die Projekte die zur Erreichung des Zieles beitragen extra Fördergelder.2 Millionen Euro sind für diese nachhaltigen Projekte reserviert. Eine Region könne nur so stark werden, wie der Gedanke der Menschen, die ihn tragen. "Unsere Gesellschaft wird von Menschen zusammengehalten, die mehr als nur ihre Pflicht tun, die bereit sind innovativ und kreativ um ihrer Region Willen zu sein", so Wurmitzer. Die Prozesse der Lokalen Agenda 21 sind in vier Phasen gegliedert: Vorbereitungsphase, Startphase, Leitbildphase und Umsetzungsphase. Bereits 31 Kärntner Gemeinden mit tausenden engagierten Kärntnerinnen und Kärntner haben seit dem Start der Lokalen Agenda 21 die nachhaltige Entwicklung und die Steigerung der Lebensqualität zu ihren Anliegen erklärt. Mit dieser Zahl ist Kärnten auch das führende Bundesland Österreichs. Durch die hohe Bürgerbeteiligung ist eine breite Bewusstseinsbildung gewährleistet, in der auch unter anderem die Wirtschaft, die Kirche usw. aktiv mitgestalten. Der 3. Lokale Agenda 21 Gemeindetag lief unter dem Motto "Die Kirche und die Lokale Agenda 21" äußerst erfolgreich ab. Die Referate von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz und Superintendent Mag. Manfred Sauer wurden begeistert aufgenommen. Der 4. Lokale Agenda 21 Gemeindetag Anfang Mai 2004 stand unter der Motto "Die Wirtschaft und die Lokale Agenda 21" und wurde gemeinsam mit den 6. Kärntner Sonnentagen bei der Fa. GREENoneTEC im St. Veiter Energiepark abgehalten.
Begleitet und unterstützt wird die Lokale Agenda 21 Aktion in den Gemeinden von Prozessbegleitern, die eigens vom Land Kärnten ausgebildet wurden.
Mindestens 18 Monate begleiten sie die Gemeinde in eine nachhaltige Zukunft. Der gesamtheitliche, nachhaltige Ansatz der Lokalen Agenda 21 Aktion garantiert die Einbindung aller Bevölkerungsschichten und damit eine breite Akzeptanz.
Diese breite Akzeptanz ermöglicht es nachhaltige Projekte gemeinsam umzusetzen, damit Kärnten für uns aber auch für unsere Kinder ein Land mit besonderer Lebensqualität bleibt. Die Akademie der Dorf- und Stadtentwicklung Kärnten ist dabei diese erfolgreiche und nachhaltige Aktion mit den Kärntner Gemeinden weiter auszubauen.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte auf der nachhaltigen Internetplattform www.lokaleagenda21.at
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