
SPITZWEGERICH: Plantago lanceolata Fam. Plantaginaceae
Vorkommen: häufig auf Magerwiesen, Wegrändern. Neben dem Spitzwegerich gibt es auch den mittleren- alpen- sand- und natürlich auf fast allen Wegrändern den BREITWEGERICH. Die Indianer nennen ihn die Pflanze des weisen Mannes! Da wir mit unseren Schuhsohlen die Samen verbreiten.
SAMMELGUT:
frische Blätter, Wurzeln und Samen
INHALTSSTOFFE:
Schleim-, Gerb-und Bitterstoffe, Harz, Kieselsäure, Aucubin, äth. Öle, pflanzliches Antibiotikum ect.
ANWENDUNG:
gegen Verschleimung und Erkrankungen aller Atmungsorgane, Wundheilmittel, Insektenstiche, Leber und Blasenleiden, blutreinigend und zur Stärkung unseres Immunsystem. Die Samen wirken auch sanft abführend.
VERWENDUNG:
als Frischpflanzensaft, Teeaufguss, zu Wildkräutersuppen, Blätterauflage bei Verbrennungen, Blasen und Schnitten.
KRÄUTERBUTTER:
¼ kg Butter, etliche frische Blätter vom Spitz-und Breitwegerich und 5 grüne Samenstände vom Breitwegerich. Gartenkräuter wie Petersilie, Kerbel ect. Kräuter gut mixen , nach Geschmack salzen und mit der Butter gut verrühren. Kalt stellen und zum Grillgut servieren.
SPITZWEGERICHSIRUP: einmal anders!
Man nimmt ein Rexglas schichtet abwechslungsweise zerkleinerte Spitzwegerichblätter und Zucker hinein. Fest andrücken. Zum Schluss muss immer der Zucker sein. Das Glas gut verschließen und für 10 bis 12 Wochen in der Erde eingraben. Danach das Ganze leicht erwärmen, abfiltern und in kleine saubere Gläser füllen.
Bei Husten 2 bis 3-mal täglich 1 TL täglich nehmen.
TINKTUR:
zum Einreiben nach Insektenstichen! Man nimmt reinen Alkohol aus der Apotheke 60% oder einen Kornschnaps 38%.und gibt es in ein weithalsiges Glas mit Schraubverschluss. Dazu gibt man frische zerkleinerte Spitz-und Breitwegerichblätter. Man benötigt für einen ¼ Lt eine gute Handvoll Pflanzen. Das Ganze stellt man in einem dunklen Platz für 3 Wochen. Öfters schütteln. Danach Abfiltern und bei Bedarf mit einem Wattestäbchen auf die gestochene Stelle auftragen. Hochprozentiger Alkohol sollte verdünnt werden.
Praktisch wäre auch eine Sprühflasche.
In der Volksheilkunde haben die Wegerichpflanzen einen hohen Stellenwert. So werden sie auch gerne bei Ohren- Kopf- und Zahnschmerzen mit viel Erfolg verwendet.
Eine schöne Zeit wünscht Euch die Kräuterlis!
Elisabeth Mitter
(Kräuterfachfrau)
Regionalkreis Radenthein
Zurück zu Talentetausch Lesenswertes
