Sehr berührt haben mich die Begegnungen mit euch TauscherInnen und Tauschern, die von einem gegenseitigen Wohlwollen getragen waren.
Da mich das Fertigstellen dieser Arbeit neben meiner Familie sehr gefordert hat, habe ich mich aus den Tauschaktionen zurückgezogen und kehre jetzt wieder zurück.
Die genaue Fragestellung meiner Masterarbeit war: „ Wie wirken sich sozioökonomische Unterschiede in einem Tauschkreis aus. Am Beispiel des `Talentetausch Kärnten`.“
In Normalsprache übersetzt heißt das : Wie wirken sich unterschiedliche Einkommens und Vermögenssituationen, unterschiedliche Lebenssituationen (z.B. alleinerziehend und/oder familiär sehr eingebunden und/oder in Pension, oder arbeitslos, oder sehr beschäftigt, oder körperlich beeinträchtigt und/oder ...) unterschiedliche Biografien unterschiedliche Bildungsgrade (einfacher Arbeiter, ... Akademiker ...) auf den Zugang und die Nutzung des Talentetauschkreises aus.
Interessant war für mich dabei besonders, ob sich Ungleichverteilungen von Ressourcen in einem Tauschkreis anders auswirken als sich diese im herkömmlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsleben auswirken.
Um das herauszufinden beschäftigte ich mich theoretisch mit den Themen Ressourcenausstattung: bezog mich dabei auf die „Theorie des Sozialen Raums“ des französischen Soziologen Bourdieu Engagement: wobei ich die Voraussetzungen, die Motivation und die Formen von Engagement unterschied.
Ökonomische Handlungsorientierungen: wo ich mich auf die Mikroökonomin Biesecker beziehe, die zwischen erfolgsorientiertem, verständigungsorientiertem und sorgeorientiertem Handeln unterscheidet.
Praktisch führte ich mit 9 sehr unterschiedlichen Mitgliedern des `Talentetausch Kärnten` Interviews durch, wo ich mir im Vorfeld Fragen überlegte die für die Fragestellung meiner Arbeit wichtig waren.
Alle Interviews fanden in einer recht entspannten Atmosphäre statt.
Nachdem ich alle Interviews abgetippt (transkripiert) hatte, machte ich mich mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse auf die Suche nach Übereinstimmungen und sich herauskristallisierenden Themen quer über alle Interviews.
Ich bin gerne bereit im Rahmen von Regionalgruppen mehr über das zu erzählen, was sich aus den Interviews herauskristallisiert hat.
Eveline Kriechbaum
Kontakt: eveline.kriechbaum@gmx.at
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