In einer immer hektischer, schnelllebiger und in ihren Anforderungen immer schwieriger werdenden Zeit, in der immer mehr Menschen immer weniger Zeit füreinander haben, kommt einer Gruppe von Menschen immer größere Bedeutung zu: den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie führen genau jene Tätigkeiten aus, für die den Mitarbeitern in den Alten- und Pflegeheimen die Zeit fehlt. Das Problem ist, dass immer weniger Pflegepersonal immer höheren Pflegestandards gerecht werden muss. Wo bleibt da Zeit für ein Gespräch mit einem alten Menschen, die Zeit, einfach nur an einem Bett zu sitzen, dem Patienten die Hand zu halten, einen Sterbenden in seinen letzten Tagen und Stunden zu begleiten? Hier sind wir als Gesellschaft gefordert, unsere Mitmenschen zu unterstützen; und genau hier setzt unser Engagement an. Wir „ Ehrenamtlichen“ verwenden einen Teil unserer Zeit, um diese Lücken zu füllen. Wir gehen in die Heime, besuchen Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen keinen Besuch bekommen, gehen mit ihnen spazieren, unterhalten uns (wir haben Zeit, zuzuhören), trinken Kaffee, lesen vor - was immer der Patient möchte.
Wir alle kennen das schöne Gefühl, wenn sich ein von uns beschenkter Mensch so richtig freut - zu sehen, wie seine Augen leuchten! Und genau das ist der schönste Lohn für unsere ehrenamtliche Arbeit - die Freude jener Menschen zu sehen, die sich durch unsere Anwesenheit und Zuwendung beschenkt fühlen. Und wissen, dass wir nächste Woche wiederkommen. Der volkswirtschaftliche Gewinn aus unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit ist enorm - um vieles größer aber ist das Glück und die Freude, die man selbst aus dieser Tätigkeit erfährt. Wenn ihr mehr wissen wollt, ruft mich an, ich erzähle Euch gerne mehr.
Helene Trattnig 545, Regionalgruppe Radenthein
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