Heuer machen wir auch in Kärnten eine Aktion dieses Titels und laden Interessierte herzlich ein, am 22.11.2006 um 19 Uhr
im GH Casino in Villach beim Vorbereitungsgespräch mit zu machen.
Folgende Texteauszüge sind der Internetseite www.renitent.at von Dr. Heinz Högelsberger entnommen:
15 Prozent der Weltbevölkerung beanspruchen 79 Prozent aller Reichtümer, während sich die große Mehrheit mit dem Rest bescheiden muss. Laut UNO-Entwicklungs-programm (UNEP) entfallen auf die reichsten 20 Prozent der Welt-bevölkerung 86 % des privaten Konsums, während sich die 20 Prozent der Ärmsten 1,1 Prozent teilen. Das reiche Fünftel verursacht 53 Prozent der Kohlendioxidemissionen, das ärmste Fünftel gerade drei Prozent.
Speziell der Stress und der Einkaufswahn in der Vorweihnachts-zeit wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die ungerechte Verteilung in unserer Welt.
Doch man kann etwas dagegen tun: Der "Kauf-Nix-Tag" zeigt es vor!
24 Stunden Einkaufsmoratorium,
24 Stunden kein Geldausgeben.
Der "Kauf-Nix-Tag" wird schon seit Jahren in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland durchgeführt. Mit originellen Aktionen werden die gehetzten KonsumentInnen zum Mitmachen und Nachdenken aufgefordert.
So liegen in der Wiener Mariahilferstraße an diesem Tag schon seit Jahren Weihnachtmänner faul in Liegestühlen herum - und machen Pause. Weggeworfene Flugblätter werden wiederverwertet und mit der Botschaft des Tages versehen: "Kauf Nix". Die Reaktion der PassantInnen schwankt zwischen Belustigung, Erstaunen und Zustimmung.
Mitmachen ist am "Kauf-Nix-Tag" ganz einfach - indem sie beim Weihnachtsshopping einfach nicht mitmachen!
An den Tagen, an denen man konsumiert, kann man sich folgende Gedanken durch den Kopf gehen lassen:
Konsumenten sind unverzichtbar für die Wirtschaft. Sie können ihre Macht nützen, um durchzusetzen, dass Produkte und Dienstleistungen gewissen Ansprüchen genügen:
- Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Produkts
- ökologische Kriterien (z.B. Recyclingfähigkeit, Energie- und Rohstoffeinsatz, Energieverbrauch, geografischer Ursprung des Produkts, Langlebigkeit, Möglichkeit zur Reparatur, Pestizideinsatz, Werkstoffwahl etc.)
- soziale Kriterien (z.B. Arbeitsbedingungen sowie Entlohnung und soziale Absicherung der Produzenten, keine Kinderarbeit).
Sabine Jakosch
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