Talentetausch Kärnten

Maja Schlatte, Kulturredakteurin der Kärntner Tageszeitung und nachhaltige Denkerin hat diesen Titel für ihren Bericht über das diesjährige (15.) Symposium des Universitätsclubs Klagenfurt auf der Abbazia di Rosazzo in Friaul gewählt.

Prominenter Gastdozent der hochkarätigen Veranstaltung: der Quantenphysiker und Alternativnobelpreisträger Hans Peter Dürr, der "50 Jahre die Materie erforscht hatte,um draufzukommen, dass sie nicht existiert, bzw.,dass die Welt nicht die kleinsten Teilchen sind, die er fand, sondern die Beziehung dieser Teilchen untereinander." Für den Umbau bisheriger Wirtschafts-u.Gesellschaftsformen sollte man also folgendes beherzigen:

"In unserer Welt ist alles mit allem in einer nicht vollständig fassbaren Komplexität miteinander verbunden. Der Mensch ist Teil dieser vernetzten Welt, in der sich sein individuelles Verhalten auf die Gesamtsituation auswirkt." Maja Schlatte fasst zusammen : Optimismus wirft also Dürr, ehemaliger Leiter des Max - Planck - Institutes München , jenen entgegen, die sagen : Was kann ich schon alleine ausrichten?

Wenn Menschen selbstständig denken, persönlich Verantwortung übernehmen und Institutionen schaffen, welche die Zukunftsfähigkeit kontrollieren und sich innerhalb der Zivilgesellschaft vernetzen, dann ist Wandel möglich.

Dürr ist überzeugt, dass der flexible Mensch durch seine TALENTE und Ideen im Zusammenspiel mit anderen und im Start bei sich selbst Hürden überwinden kann und mit seinen Potenzialen die Zukunftsfähigkeit der Menschheit und der Ökosysteme sichern kann.

Für die innovative Vernetzung hat der Wissenschaftler eine Plattform eingerichtet : WorkNet:future

Von diesem Denker des westlichen Kulturkreises möchte ich mit einem Literaturtipp den gedanklichen Bogen nach Afrika spannen und auch eine Veranstaltung ankündigen:

Durch meine künstlerische Zusammenarbeit mit Viviane Awinia Worobou , die euch als "Schützling" von Hans Peter Premur vielleicht bekannt ist, beschäftige ich mich vermehrt mit dem praktischen und spirituellen Leben der Menschen in Afrika.

In dem Buch "Die Weisheit Afrikas" von Malidoma Patrice Some aus Burkina Faso ( Westafrika ), wo auch Viviane geboren ist, bekam ich einen Einblick in die unschätzbare Wichtigkeit von gemeinschaftlichen, dörflichen Strukturen ,also wieder von talentiertem Zusammenspiel....

Malidoma, der mehrere westliche Universitätsabschlüsse besitzt , hat unter größten Anstrengungen die Brücke zurück in seine Kultur geschafft und ist dort initiierter Ältester, mit dem Auftrag, die Schätze des ( teilweise) geheimen Wissens der Stammesvölker für die westliche Zivilation zugänglich und nutzbar zu machen.

Viele seiner Beschreibungen über das Erschaffen von nachhaltiger Lebensqualität trotz ( oder gerade wegen ) kaum vorhandener materieller Güter haben mich beeindruckt und inspiriert und ich kann das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.(Malidoma war auch schon, wie ich unlängst erfahren habe, vor einigen Jahren in Kärnten bei Susanne Dörfler als Referent für seminaristische Tätigkeit zu Gast.)

Jetzt gibt es wieder die Gelegenheit, mit den spirituellen Kräften der afrikanischen Kultur in persönlichen Kontakt zu treten und neue Impulse und Perspektiven für fruchtbare Zusammenarbeit zu erhalten: Sobonfu Some ( der Name bedeutet "Hüterin der Rituale") aus Burkina Faso wurde von Johanna Mattitsch nach Klagenfurt eingeladen und hält am

18. Juni 2010 um 19 Uhr in der Waldorfschule Klagenfurt

einen Vortrag mit anschließendem Ritual - Workshop für Interessierte am 19. und 20. Juni

Kontakt: JOHANNAMATTITSCH@GMX.AT , 0650 2051841

" Gesunde Beziehungen sind das Herzstück menschlichen Lebens, das Lebenselixier unserer Existenz und unseres Wohlgefühls. Als solche verdienen sie voll und ganz gelebt zu werden , damit wir soviel Liebe daraus ableiten, wie es ursprünglich beabsichtigt war,"

(Sobonfu Some)

Eine schöne , inspirierte Zeit wünscht Euch

Monika Pegam

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