
Ibrahim Abouleish, kam als ägyptischer Student nach Österreich, gründete mit seiner steirischen Frau eine Familie und machte sich mit Rudolf Steiners Anthroposophie vertraut. 1977 ging er gemeinsam mit seiner Familie nach Ägypten, wo er in der Wüste die ganzheitliche Initiative "SEKEM" (bedeutet so viel wie Lebenskraft), gründete. Landwirtschaft nach Demeter-Prinzipien, Bildung, zahlreiche Wirtschaftsbetriebe,Weiterbildung, Kunst, und Spiritualität finden Raum auf einem Gelände von heute ca. 300 Hektar. Ägypten, das einst mit viel Kunstdünger und Spritzmitteln Baumwolle anbaute, hat heute dank Sekem etwa 95% der Baumwolle auf Biolandbau umgestellt. Dr. Ibrahim Abouleish erhielt 2003 den Alternativen Nobelpreis. Die Jury sieht in SEKEM "ein Geschäftsmodell für das 21.Jahrhundert, in dem der wirtschaftliche Erfolg durch die "Ökonomie der Liebe" mit der sozialen und kulturellen Entwicklung der Gesellschaft in Einklang gebracht wird." www. rightlivelihood.org Ich empfehle dieses Buch, das in zahlreichen Fotos und Texten anschaulich die vielen Aspekte dieses bemerkenswerten Modells vorstellt. Baumgartner, Bader SEKEM-Im Puls der Zukunft Pforte Verlag ISBN: 978-3-85636-177-8 Es kann auch bei mir um 20 Tl/Monat ausgeborgt werden Nähere Infos: www.sekem-freunde.de www.sekemoesterreich.at www.sekem.com
Sabine Jakosch

In der letzten Ausgabe unserer Tauschzeitung gab es einen Artikel über „EM“. Die Bezeichnung EM steht ganz allgemein für eine Mischung Effektiver Mikroorganismen und wurde geprägt von Teruo Higa. Er ist Professor für tropischen Gartenbau an der landwirtschaftlichen Fakultät der Ryukyu-Universität auf Okinawa. In dieser Ausgabe soll nun über eine erste Anwendung berichtet werden: „Tipps und Tricks von und für Katzenfreunde“ (mit tierärztlicher Erfolgsbestätigung) Erfahrungen von Angelika Rudolph:
- Regelmäßiges besprühen von Schlafplätzen mit verdünntem EMa gegen Geruch, Verschmutzung und Parasiten.
- Reinigung der Katzentoilette mit verdünntem EMa hilft gegen üble Gerüche und erleichtert die Reinigung; auch Futterund Wasserschüsseln lassen sich damit sehr gut reinigen.
- Da sich Katzen nicht sehr gerne das Fell besprühen lassen, kann man folgenden Trick anwenden: man besprüht einen Waschlappen mit verdünntem EMa und streichelt damit die Katze (manche machen das mit EMa angefeuchteten Händen).
- EM1® (bzw.FKE) kann man auch sehr gut übers Futter sprühen und dann einmischen, bzw. auch in geringer Dosierung in das Trinkwasser geben. Wenn die Katzen den Geschmack einmal kennen, haben sie das sehr gerne. Für besonders heikle Fälle empfiehlt sich die Keramik im Trinkwasser – das mag jede Katze.
- Kleine Katzen haben oft eine schmutzige Nase, verklebte Augen oder ein beschmutztes Fell (besonders bei Durchfall): Alles lässt sich mit stark verdünntem EMa hervorragend sauber machen.
- Bei sehr kleinen Katzen (Handaufzucht) wurden gute Erfahrungen mit EM1® (bzw. FKE) als Futterzusatz oder direkt mit einer Spritze ohne Nadel ins Maul gegeben, oder bei akuten Durchfall oder als Vorbeugung, gemacht.
- Vor vielen Tierarztbehandlungen, wie Impfungen oder Medikamentengaben, hat sich die Verabreichung von EM-X (einige Tage vorher und nachher, ca. 2x täglich auf die Mundschleimhaut gesprüht oder, wenn nicht möglich, ins Trinkwasser gegeben, oder auch mit der Maulspritze) sehr bewährt.
- Besonders gute Erfahrungen haben wir damit vor Narkosen und Operationen gemacht.
- Die Heilung von Wunden und Operationsnähten kann durch das Besprühen mit EM-X sehr gut gefördert werden. Eitrige Wunden kann man vorher mit wenig verdünntem EMa/EM1®, am besten durch Besprühen, bis die Flüssigkeit abrinnt.
- Katzen mit Zahn- und Zahnfleischproblemen (kommt sehr häufig vor) kann man nach der Zahnsteinentfernung beim Tierarzt (die Katze noch in Narkose schlafend abholen, wenn sie sonst nicht sehr friedlich ist) und dann eine Mischung aus Super Cara C Pulver (oder Amron A) und EM-X auf das gesamte Zahnfleisch streichen. Darauf lassen bis es von selbst verschwindet. Es macht nichts, wenn die Katze die Paste schluckt.
(Auszug aus dem Verbandsjournal)
Alle angegebenen EM-Produkte erhalten Sie bei der Firma Klaus W Ges.m.b.H & Co in Feldkirchen sowie auch die entsprechende Beratung. Wer mehr darüber erfahren möchte kann sich auch direkt an Herrn Heinz Lackner (Mitgliedsnummer 413) wenden. Meine Erfahrungen liegen im Bereich Schwimmteich und diversen Anwendungen im Garten.
Wolf Dannehl Für die nächste Ausgabe geplant: „Teich- und Biotoppflege mit EM“
Im Tauschkreis können wir lernen nicht „in Geld“ zu denken.Heute traf ich am Markt zufällig eine langjährige Tauscherin. Im Gespräch erwähnte sie sehr eindringlich, warum der Verein seine Tauschstunde/100 Talente nicht endlich an den Marktwert anpasst, d.h. 1 Stunde = € 10,00, da täte man sich dann mit dem Umrechnen leichter. Außerdem gehe es doch um den marktüblichen Wert unserer Arbeitsstunde, das habe etwas mit Wertschätzung zu tun. Meine Versuche unseren idealistischen Ansatz zu erklären, wurden nicht so recht aufgenommen und nachdem wir dann von einem Herrn unterbrochen wurden, verabschiedete ich mich – eigentlich recht frustriert, ob dieses nicht zu Ende diskutierten Themas. Natürlich ging mir dieses Gespräch nicht aus dem Kopf. Ihr Argument, dass die Tauschgeschäfte für sie schon ein Bestandteil ihrer Wertschöpfung seien und daher wichtig , ist mir schon klar. Viele von uns können sich durchs Tauschen einiges mehr leisten (vor allem Zeit), was im Gegenzug mit Euro oft nicht möglich wäre. Allerdings denke ich, wenn wir alle nach dem Motto: 1 Stunde = 1 Stunde tauschen, ist der marktübliche Wert einer Arbeitsstunde unbedeutend, weil unsere gegenseitige, gleiche Wertschätzung unserer eingebrachten Lebenszeit der Maßstab ist. Wenn wir natürlich damit beginnen den Wert einer Arbeitsstunde den in der Wirtschaft üblichen Preisen anzupassen, bzw. Dienstleistungen nicht gleichwertig zu sehen (z.B. intellektuelle und manuelle Arbeit) ist das ganze nicht mehr stimmig. Denn dann kann ich mir z.B. für 2 Stunden, die ich für 1 Stunde Dienstleistung verlangt habe, bei jemandem, der sich an unsere idealistische Regelung (1=1) hält, die doppelte Leistung ertauschen und das ist doch ungerecht, oder? Ich möchte wieder an die Anfänge unseres seit 10 Jahren bestehenden Vereins erinnern, an den Traum des alternativen Wirtschaftens, um dem bestehenden System, dass sozial ständig Verschlechterungen für uns bringt, die Stirn zu bieten. In unserem Verein gibt es keine Reichen, die reicher werden und Arme die ärmer werden, weil sie den Reichen Zinsen zahlen müssen. Bei uns ist die Wertschätzung jedes Menschen und seiner Arbeitskraft gleich. Vorausgesetzt der Arbeitende hat die jeweiligen Fertigkeiten, so kann mir niemand sagen, dass z.B. eine Stunde Bäume schneiden weniger Arbeit ist, als 1 Stunde Nachhilfe geben. Vielleicht können wir alle einmal darüber nachdenken, wie wir bei unseren (Tausch)-Geschäften zu einer besseren und faireren „Schwingung“ kommen können.
Christa Zwitter

Internationales Frauenseminar zum Thema Ernährungssouveränität. Organisiert von der österreichischen Bergbauern und Bergbäuerinnen Vereinigung und zahlreichen Mitveranstaltern. Vom 22.-24. Februar 2008 trafen sich ca.100 Frauen in Salzburg zum Thema Ernährungssouveränität, davon 60 Bäuerinnen. Unter den 15 vertretenen Ländern befanden sich unter anderem Nikaragua, Ecuador (Expertin für Inidgenen- und Frauenrechte), Burkina Faso, Ghana (Frauenreferentin einer Fair Trade Kakaokooperative), Uganda, Palästina, Rumänien (Biobäuerin) und USA(Bäuerin und Vorstandsmitglied der National Family Farm Coalition). Dementsprechend vielfältig waren auch die Beiträge, die in Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch simultan übersetzt wurden. Wie ist es möglich mehr gesunde, hochwertige und erschwingliche Lebensmittel in der Region herzustellen und zu verwenden? Wie könnte ein Zusammenwirken zwischen Bäuerinnen, Bauern und KonsumentInnen aussehen? Wie hängen die Themen Macht und Essen zusammen ? Wer hat die Macht über den Boden und wer darf bestimmen, was angebaut wird? Diese Frage ist unter anderem in Südamerika besonders brisant. Welche Bedeutung haben Hausgärten? Welchen Stellenwert können Wildsammlung und Gemeindeland (Allmende) für die Ernährung haben? Wie gehen Menschen damit um, wenn sie Macht über Leben, Fruchtbarkeit und Tod von Tieren und Pflanzen haben ? Wie fühlt sich eine Bäuerin, wenn sie ihr gehegtes und gepflegtes Kalb sich in ein anonymes Produkt des Marktes verwandeln sieht ? Wie arbeiten wir mit der Natur zusammen? Diese und viele andere Fragen haben uns in Gesprächen,Arbeitsgruppen und kreativen Beiträgen beschäftigt. Auch das Bäuerinnenkabaret "Miststücke" war ein gewitzter und sehenswerter Teil des Programms. Überdies wurden Fragen und Forderungen formuliert, die die ÖBV an diverse Institutionen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene weiterleiten wird. Ein umfangreicher Bericht über das Seminar ist bereits angekündigt. Nähere Info: www.viacampesina.at
Sabine Jakosch

Qualitätsinfo AmberRose Ursprünglich kommt jede Form von Salz aus dem Meer. Es ist die geologische Ablagerung verdunsteter einstiger Meere. Die ersten unterirdischen Salzvorkommen entdeckte man in Europa in Hallstatt. Auf anderen Erdteilen in China, Afrika, Armenien,in den Anden. In Sodom war das bedeutendste Salzlager der Hebräer. Aus der Geschichte kennt man die aufwendigen Salzsiederei der Kelten in Tonkrügen, die Salzgärten am Meer der Römer und das Salzsieden im Mittelalter in Pfannen bis zur heutigen computergesteuerten Gewinnung durch Sprengung. Der „Halit“ ist die höchste Qualitätsstufe für Salz und wird als das weiße Gold bezeichnet. Es gibt nur sehr wenige Vorkommen. Es muss von Hand abgebaut werden und ist sehr kostbar. Als Steinsalz wird es aus Salzbergwerken, als Siedesalz oder Sole aus unterirdischen Salzquellen und als Meersalz wird es aus Meerwasser gewonnen. Die Qualität des Salzes ist abhängig von seiner kristallinen Form, seinem Herkunftsort, der Gewinnungsart und Weiterverarbeitung. Der chemische Hauptbestandteil von Natursalz ist Natriumchlorid und des weiteren Sulfat, Kalium, Magnesium, Restbestandteile…Kobald, Eisen…insgesamt 84 weitere Bestandteile, Mineralien und Spurenelemente. Untersuchungen in der Ludwig Boltzmann Forschungsstelle für Biosensorik und Bioenergetische Umweltforschung in Graz haben ergeben, dass sowohl Halit-Kristalle, als auch Sole eine starke Resonanz aufweisen. Die kristalline Ordnungsstruktur teilt sich über bestimmte Schwingungsfrequenzen unseren Zellen mit. Das Solesalz oder Siedesalz wird in der Industrie verwendet. Das Meersalz enthält alle 84 Elemente, wenn es nicht raffiniert ist. Die Umweltverschmutzung hinterlässt jedoch ebenfalls ihre Spuren durch Schwermetalle. Steinsalz kommt raffiniert als Lebensmittelsalz in den Handel, unraffiniert als Streusalz und Viehsalz. Raffiniertes Steinsalz enthält keine Spurenelemente und Mineralien mehr. Die Hauptwürze für unsere Nahrung ist das Salz. Der Hauptteil oder das Zentrale einer Sache hat immer eine ordnende und leitende Aufgabe. Für unsere Gesundheit hat Salz eine vielseitige Bedeutung. Unter vielen Aspekten ist es heilsam für die Haut, es regelt den Appetit und die Verdauung, es konserviert die Nahrung, es reinigt Edelmetalle u.a.m. „Das Salz in der Nahrung ist wie der Mensch inmitten von Menschen.“ (Arab. HeilKunde)
Monika Blüml 183, amberrose@a1.net, +43 676 7848722, 9020 Klagenfurt, Waldhorngasse 24. Fotoquelle: http://flickr.com/photos/michfiel/
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