Von meiner ersten Idee bis zur Umsetzung vergingen mehr als 10 Jahre- aber jetzt hab ich auch dieses Projekt dank Elisabeth Voglgruber verwirklichen können.
Offiziell verkaufe ich schon lange keine Gebraucht-Bekleidung mehr in meiner Öko-Agentur, aber immer wieder erhalte ich von netten Kunden einzelne Stücke aus interessanten und hochwertigen Stoff-Materialien. So fanden sich im Laufe der Zeit auch 5 Stück verschieden färbige Jeans bei mir ein. Eigentlich Ladenhüter- da von den Größen und vom Schnitt her nicht mehr passend und auch nicht modisch genug…
Mit viel Feingefühl und großem handwerklichen Können hat nun E. Voglgruber (unter Mithilfe von Marianne Jordan) diesen 5 Hosen ein neues Leben eingehaucht und daraus eine kunstvolle Jacke für mich zusammengenäht. Aus gebrauchten Wegwerf-Produkten entstand so ein neues Bekleidungs-Einzelstück mit Geschichte, welches mich bis zur Verbraucht-Phase auf meinem weiteren Lebensweg begleiten wird. Ich bin für die Umsetzung dieses Projektes sehr dankbar, habe Elisabeth ^zwischendurch nie nach dem Preis dieser Arbeit gefragt und mir war es sehr wichtig, mit dieser Sache Bewusstseinsbildung zu betreiben. Nach Fertigstellung meiner Jacke sagte mir dann Elisabeth (was mich sehr berührte) dass ihre Arbeit von vielen Leuten

nicht geschätzt wird und auch nichts wert sei- und ich ihr eigentlich nur die Hälfte ihrer 40 Arbeitsstunden bezahlen sollte (müsste) und sie dann aber nichts mehr für den TTK tun werde.

Ich jedenfalls sage dir liebe Elisabeth hier auf diesem Wege nochmals „DANKE", es ist eine sehr gute Arbeit- du hast mir damit eine sehr große Freude zu meinem 52igsten Geburtstag gemacht und ich bezahle dir 2 Zusatz-Stunden dazu.
Ich selber bin es mir nämlich wert, für gute Dinge/Waren von netten Menschen aus nächster Umgebung faire Preise zu bezahlen!
Gerhard REIBLINGZurück zu Talentetausch Lesenswertes
Renate Maier am 15.12.2008 20:37:28
Ich finde das einfach toll!!! So kann es nämlich auch gehen. Nachdem ich ebenfalls im Bereich Handarbeiten, Reparaturarbeiten mit Kleidung, Stoffen, etc. tätig bin (Hosen kürzen, enger machen, Reissverschlüsse einnähen, etc., etc.) weiss ich genau, wie viel Aufwand das macht. Trotzdem, es macht mir Spass und ich freue mich über jeden noch so kleinen Auftrag in der Richtung. Ich kläre mit meinen KundInnen auch schon im Vorfeld ab, was mit wie viel Aufwand verbunden ist und überlasse ihnen die Entscheidung, ob sie das wollen oder nicht. Dann gibt's nämlich hinterher keine Probleme ....
Zur Resteverwertung: Ich habe mir vor etwa zwei Jahren eine Wohnung eingerichtet - komplett! Die Vorhänge habe ich als günstigen Restposten gekauft und natürlich ist etwas Stoff übrig geblieben. Ich - nicht faul - habe daraus Überzüge für Zierkissen gemacht und jetzt passt alles perfekt zusammen. Ideen muss man halt haben ...
Ich würde mir wünschen, dass viele nach diesem Motto agieren.
Lisa Walcher am 24.02.2009 07:18:43
lieber Gerhard, liebe Elisabeth,
wie schön diese Jacken geworden sind! es muss ein Vergnügen sein, mit so farbprächtigen, formschönen und höchst individuellen Jacken ausgestattet zu sein. so ein Beispiel könnte Schule machen. würde mich beispielsweise freuen, wenn ein Nähkurs zustande käme und neben dem gemeinsamen Nähen, Zusammensuchen und Zusammenstückeln auch der Austausch von Worten und Meinungen florieren könnte. Nähen kann jede und jeder lernen, wenn sich ein geduldiger Lehrer, eine geduldige Lehrerin fände... haltet mich bitte auf dem Laufenden!!!
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