Das Motto der Hospizbewegung lautet. „ Hilfe in schweren Stunden“. Entsprechend diesem Motto leisten wir Trauerbegleitung- Begleitung sowohl Sterbender als auch trauernder Angehöriger
Tod und Trauer sind in unserer Gesellschaft immer noch Tabuthemen, obwohl wir jeden Tag wieder daran erinnert werden - wir brauchen nur die Zeitungsberichte zu lesen.
Hält man sich vor Augen, mit wie viel Liebe ein Mensch INS Leben begleitet wird, so wird schnell der Gedanke begreiflich, dass mit genauso viel Liebe ein Mensch auch AUS dem Leben begleitet werden sollte. Niemand sollte am Ende seines Lebensweges allein und einsam sein. Und ich glaube, dass das auch niemand will. Eine Hand, die die eigene hält, hat etwas ungemein tröstliches und kann die Angst, die naturgemäß da ist, etwas lindern.
Oft sind die Angehörigen angesichts des nahenden Abschieds hilflos und mit der Begleitung des Sterbenden überfordert- sie brauchen selbst Unterstützung, um die Situation bewältigen zu können.
Wir Hospizmitarbeiter stehen beiden Parteien zur Seite- und mit unserer Hilfe wird es oft den Angehörigen erst möglich, einen geliebten Menschen bis zuletzt zu begleiten. Man darf ja nie vergessen- es ist ein Abschied für immer- und jene, die zurückbleiben, dürfen zum Schmerz nicht auch noch das Gefühl haben, versagt zu haben.
Natürlich bedarf diese Tätigkeit einer gründlichen Ausbildung. Diese wird von der Hospizbewegung in den einzelnen Bezirken immer wieder angeboten. Es scheint in der Bevölkerung ein Umdenkprozess eingesetzt zu haben- erfreulicherweise wird die Ausbildung verstärkt in Anspruch genommen.
Dennoch- die Nachfrage nach ehrenamtlichen Mitarbeitern übersteigt das Angebot immer noch bei weitem!
Helene Trattnig 545,
Regionalkreis Radenthein
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