Mit einem Rikschafahrer machten wir uns selbständig und kamen an einem Lokal mit vegetarischer Küche vorbei. Nichts wie hinein, samt Rikschafahrer. Hier lernte ich eine Vielfalt verschiedener Currys kennen. Von scharf, süßscharf bis mild, alles vorhanden, sortiert auf einem großen Tablett in kleinen Schalen angerichtet. Einfach köstlich. Danach musste ich sofort auf einen Lokalmarkt, Gewürze einkaufen stand auf meinem Programm. Alleine der Geruch war für mich faszinierend. Kreuzkümmel, Koriander, Senfsaat, Bockhornklee, Kardamom, Zwiebel oder Thymiansamen, Curryblätter, Curcuma, Ingwer, Zimt, Nelken und vieles mehr ging über die Ladentische. Meine Tasche wurde immer schwerer.
Wieder zu Hause wurde Lektüre gekauft. Da habe ich erfahren, dass es verschiedene Gewürzmischungen gibt, je nachdem ob ein Fleisch-, Fisch- oder Gemüsecurry gekocht wird. Einige Samenmischungen werden vor dem Mahlen geröstet und abgekühlt. Außerdem werden bei einigen Speisen noch zusätzlich zur Standardmischung Gewürze entweder ganz oder gemahlen dazugegeben. Da die käuflichen Gewürzmischungen außer scharf nicht sehr geschmacks-differenziert sind, mache ich mir die Mühe, diese selbst herzustellen. Alleine der Geruch, der sich in der Küche verbreitet und an den Händen anhaftet, ist für mich Exotik pur.
Nun stehen Currys auf meinem Speiseplan und verleihen neutralen Gemüsen wie Zucchini, Spargel, Kürbis eine pikant scharfe exotische Note.
Currys sind wärmespendende Speisen, die vor allem im Winter gut vom Körper aufgenommen werden. Von Vorteil ist es auch, dass man die Schärfe selbst bestimmen kann. Damit sich die Gewürze mit den restlichen Zutaten gut vermischen, müssen Currys langsam köcheln. Sehr gut sind auch die verschiedensten Chutneys, die ein indisches Menü abrunden. Selbst gemacht schmecken sie sehr gut, sind aber nicht von langer Haltbarkeit.
Bei Interesse bin ich gerne bereit, die verschiedenen Gewürzmischungen zusammenzustellen.
Guten Appetit und erfolgreiches
Experimentieren wünscht
Margarete Mick
(Regionalgruppe-Radenthein)
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